FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was ist unter einer Infektionskrankheit zu verstehen?
Infektionskrankheiten sind durch Erreger (Viren, Bakterien, Pilze u.a. Einzeller) hervorgerufene, so genannte "ansteckende" Erkrankungen. Die Erreger werden in der Regel sowohl von den offensichtlich kranken als auch von Tieren, die zwar infiziert, aber nicht erkrankt sind, ausgeschieden.
Was sind Pflichtimpfungen (Core-Impfungen)?
Unter Pflichtimpfungen versteht man Impfungen gegen solche Erreger, gegen die alle Tiere einer Spezies zu jeder Zeit geschützt sein sollten.
Was sind Wahlimpfungen (Non-Core-Impfungen)?
Bei Wahlimpfungen handelt es sich um individuelle Impfempfehlungen, die sich u.a. nach Alter, körperlicher Verfassung des Tieres und Faktoren wie Haltungs- und Umweltbedingungen richten. Das individuelle Impfprogramm sollte jedes Jahr bei der Allgemeinuntersuchung durch den Tierarzt ermittelt werden. Bei jeder Impfung sowie bei der Festlegung des entsprechenden Impfintervalls (Auffrischimpfung) sind die individuelle Gefährdung des Impflings sowie die epidemiologischen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
Das Motto lautet: "So oft wie nötig, so wenig wie möglich!"
Wonach richtet sich das Impfintervall?
Beim Impfintervall handelt es sich streng genommen um den längsten Zeitraum, während dessen mit einem vernünftigen Ma an Sicherheit angenommen werden kann, dass so gut wie alle Einzeltiere angemessen durch die Impfung geschützt sind. Das jeweilige Impfintervall richtet sich dabei zum einen nach der Art der Infektionskrankheit und dem zum Schutz verwendeten Impfstoff. Zum anderen wird das Impfintervall durch die individuelle Gefährdungssituation des Impflings sowie durch die epidemiologischen Gegebenheiten bestimmt.
Was bedeutet „Dauer des Immunschutzes“?
Die Dauer des Immunschutzes oder Impfschutzes besagt, wie lange ein Tier nach einer Impfung angemessen geschützt ist. Eine genaue Dauer des Immunschutzes zu definieren ist schwierig, da sie von Tier zu Tier unterschiedlich sein kann und von dem verwendeten Impfstoff sowie der Gröe der Krankheitsgefahr, gegen die wir schützen wollen, abhängt.
Als Ersatz für die tatsächliche Dauer des Immunschutzes zieht man die vom Hersteller genannten Auffrischintervalle heran.
Welcher Impf- und Wiederholungsimpfplan empfiehlt sich bei den Intervet-Hundeimpfstoffen?
Die Impfempfehlungen der Firma Intervet sind sowohl in Hinblick auf die notwendigen Grundimmunisierungen als auch auf die Intervalle der Auffrischimpfungen speziell auf jeden Hund zugeschnitten. So ist bei den Intervet-Impfstoffen der Impfschutz gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Tollwut nur alle 3 Jahre aufzufrischen, während andere jährlich oder sogar halbjährlich durchgeführt werden müssen, um einen wirksamen Schutz der Tiere aufrecht erhalten zu können.
Die von der Firma Intervet und der StiKo Vet. empfohlenen Impfungen und Impfintervalle für Ihren Hund finden Sie hier >>>
Ich bekomme auch nicht jedes Jahr eine Wiederholungsimpfung – warum also benötigt mein Hund eine?
Weder bei Menschen noch bei Hunden hält die Immunität nach einer Impfung ein Leben lang an. Aus diesem Grund müssen bei anhaltender Infektionsgefahr in regelmäigen Abständen Wiederholungsimpfungen durchgeführt werden, um den Immunschutz dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Der gröte Unterschied bei Impfungen von Mensch und Hund besteht darin, dass für Hunde die Infektionsgefahr bei vielen Krankheiten, gegen die wir impfen, ein Leben lang bestehen bleibt. Bei Menschen ist das nicht immer der Fall, da die Infektionsgefahr mit zunehmendem Alter sinkt. Ihr Arzt würde Ihnen aber sicher auch eine Wiederholungsimpfung empfehlen, wenn Sie in ein Land reisen würden, wo eine bestimmte Krankheit häufig aufritt, wie z.B. Polio in Indien.
Was kann ich tun, um die passive Immunität der Neugeborenen zu verbessern?
Lassen Sie den Impfschutz Ihrer Hündin vor der Bedeckung/Trächtigkeit auffrischen. Denn eine Impfung der Hündin vor der Bedeckung/Trächtigkeit führt nicht nur bei der Hündin selbst zu einer gesteigerten Antikörperproduktion und einem stärkeren Immunschutz, sondern sorgt auch dafür, dass sie Neugeborenen mit einer groen Menge maternaler Antikörper versorgt werden (passive Immunität).
Weshalb ist eine Grundimmunisierung notwendig?
Ziel einer Grundimmunisierung ist die Ausbildung einer stabilen Immunität gegen die verimpften Antigene. Damit sich diese aufbaut, ist ein wiederholter Kontakt innerhalb von wenigen Wochen mit den Impfantigenen notwendig. Ist das Immunsystem dann auf eine Infektion mit den Erregern vorbereitet, muss der Immunschutz nur noch in regelmäigen Abständen durch Auffrischimpfungen aufrecht erhalten werden.
Welche Vorteile hat eine intranasale Verabreichung des Impfstoffes der Firma Intervet gegen Zwingerhusten?
Eine intranasale Impfung gegen Zwingerhusten, wie sie mit einem Impfstoff der Firma Intervet möglich ist, hat den Vorteil, dass eine besonders schnelle und lokale an der Eintrittspforte der Erreger Immunantwort induziert wird.
Kann die Verabreichung von Impfstoffen auch Nebenwirkungen haben?
Impfstoffe sind sehr sicher und bieten viele Vorteile für die Gesundheit, Die Ergebnisse einer groen Studie aus Grobritannien (POOCH-Studie 2004) zeigen ganz klar, dass es keinen Zusammenhang zwischen Routineimpfungen und gesteigerten Anzeichen für gesundheitliche Probleme gibt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall auch zu in der Regel leichten Nebenwirkungen kommen kann. Generell gilt, dass nur gesunde Tiere geimpft werden sollten.
Was sind Kombinationsimpfstoffe und worin bestehen ihre Vorteile?
Kombinationsimpfstoffe enthalten Antigene oder Antigenbruchstücke mehrerer Erreger, weshalb der Hund nur einmal zum Tierarzt gebracht und „gepiekt“ werden muss.
Was versteht man unter dem Begriff „immunologische Lücke“?
Darunter wird die Entwicklungsphase bei Welpen verstanden, während der nur noch eine niedrige maternale Antikörperkonzentration vorliegt, die Konzentration der körpereigenen Antikörper als Reaktion auf eine Impfung aber nur langsam ansteigt. Während dieses Zeitraumes ist das Risiko für Infektionen besonders gro, da weder der Schutz durch die maternalen Antikörper, noch der Schutz der körpereigenen Antikörper während dieses Zeitraum ausreichend ist.


