Core- & Non-Core Impfungen

Pflicht- und Wahlimpfstoffe

Impfungen sind unverzichtbare prophylaktische Maßnahmen, deren Bedeutung angesichts der zunehmenden Mobilität der Tierhalter und ihrer Schützlinge sowie des zunehmenden Reisetourismus noch an Bedeutung gewinnen. Sie sind oft der einzig wirksame Schutz gegen Virusinfektionen.

So oft wie nötig, so wenig wie möglich

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet.) hat im Dezember 2016 die neueste Version der „Leitlinien zur Impfung von Kleintieren“ herausgegeben. Diese Version ist auf dem neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Fachgebiete Immunologie, Virologie und Epidemiologie. Ziel der Impfempfehlungen ist es, die Zahl der Impfungen zwar so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu halten.

Core- und Non-Core-Impfungen

Dafür wird zwischen so genannten Pflichtimpfstoffen (Core-Vakzinen) und Wahlimpfstoffen (Non-Core-Vakzinen) unterschieden. Während die Pflichtimpfungen als absolutes „Muss“ zu verstehen sind, um die Hundepopulation vor verlustreichen Epidemien zu schützen, richtet sich die Notwendigkeit der Wahlimpfungen nach Alter und Konstitution des Tieres, dem jeweiligen Infektionsrisiko sowie Faktoren wie Haltungs- und Umweltbedingungen.

Die empfohlene jährliche Gesundheitsberatung einschließlich Impfberatung in der Tierarztpraxis dient der Ermittlung eines individuellen Impfprogramms. Bei jeder Impfung sowie bei der Festlegung des entsprechenden Impfintervalls (Auffrischungsimpfung) sind die individuelle Gefährdung des Impflings sowie die epidemiologischen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

 

"Es wird zwischen Impfungen, die ein absolutes MUSS darstellen (Core-Impfungen) und solchen, die der individuellen Risikolage des Tieres angepasst sind (Non-Core-Impfungen), unterschieden."