Mütterlicher Antikörper

In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt sind die Welpen in der Regel durch Antikörper geschützt (passive Immunität), die sie von der Mutter und über das Kolostrum (Biestmilch) mitbekommen haben. Deshalb sollte die Hündin vor der Trächtigkeit noch einmal gegen alle relevanten Infektionskrankheiten geimpft werden, um den Welpen möglichst viele Antikörper und auf diesem Wege einen großen Schutz mitzugeben. Sollte dies nicht erfolgt sein, können die Impfstoffe von Intervet auch noch während der Trächtigkeit verabreicht werden.

Während der immunologischen Lücke sind die Welpen für Infektionen besonders anfällig

Die passive Immunität durch die mütterlichen Antikörper nimmt im Laufe der ersten Lebenswochen kontinuierlich ab, weil sich die Konzentration der Antikörper verringert. Die Dauer der passiven Immunität ist zum einen von der anfänglichen Antikörperkonzentration abhängig. Zum anderen erkennt das Immunsystem mit zunehmender Reifung die mütterlichen Antikörper als „fremd“, so dass sie nach und nach von der Immunabwehr des Welpen abgebaut werden. Die passive Immunität hält je nach Infektionskrankheit zwischen einigen Tagen und wenigen Wochen an. Auf jeden Fall verringert sie sich innerhalb der ersten zwei Monate erheblich. Allerdings doch meist nicht so viel, dass eine aktive Immunisierung mit herkömmlichen Impfstoffen durchgeführt werden kann (Refraktärzeit). Die Impfstoffe würden durch die maternalen Antikörper sofort neutralisiert werden. Daher ist eine aktive Immunisierung erst nach dieser Refraktärzeit möglich. Zudem benötigt der Organismus auch etwas Zeit, bis er nach der Impfung eine wirksame Immunität aufgebaut hat. Diese Phase niedriger maternaler Antikörperkonzentration und der nach einer Impfung langsam ansteigende Spiegel körpereigener Antikörper wird immunologische Lücke genannt. Während dieses Zeitraumes ist das Risiko für Infektionen besonders groß.

Gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose schützen die Impfstoffe von Intervet jedoch bereits eine Woche nach Impfung. Die Impfstoffe gegen Staupe und Parvovirose können darüber hinaus bereits ab der 4. Lebenswoche verabreicht werden.

Achtung! Bei sehr hohem Infektionsdruck sollten die Tiere bereits vor dem optimalen Impftermin geimpft werden, um einen maximal möglichen Schutz zu gewährleisten. Der Impfstoff von Intervet gegen Staupe und Parvovirose kann bereit ab der 4. Lebenswoche eingesetzt werden.

"Um den Welpen möglichst viele Antikörper von der Mutter mitzugeben (passive Immunität), sollte die Hündin vor der Trächtigkeit gegen alle relevanten Infektionskrankheiten geimpft sein bzw. werden."