Borreliose

Menschen sind noch häufiger betroffen als Hunde

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Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung bei Mensch und Tier, verursacht durch verschiedene Spezies von Borrelia (B.) burgdorferi sensu lato. In Europa kommen vor allem B. garinii und B. afzelii vor, während in den USA vor allem B. stricto nachgewiesen wird. Die Bakterien werden durch den Biss des gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus) übertragen. Obwohl die Infektion beim Hund sehr häufig vorkommt, entwickeln die Tiere viel seltener als der Mensch klinische Symptome.

Krankheitssymptome treten erst Monate nach der Infektion auf

Nach einer recht langen Inkubationszeit von 2-5 Monaten bekommen die Tiere Fieber, werden lethargisch und verweigern die Futteraufnahme. Unter Umständen sind wechselnde Lahmheiten oder ein steifer Gang aufgrund eitriger Gelenkentzündungen zu beobachten. Andere Organmanifestationen wie Nierenentzündungen oder schwere Allgemeinerkrankungen können ebenfalls vorkommen, sind aber seltener. Erkrankungen der Nieren enden im Zusammenhang mit Borreliose jedoch vorwiegend tödlich. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, wobei nicht von einer vollständigen Erregerelimination ausgegangen werden kann. Daher muss mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass die Erkrankung nach einiger Zeit wieder aufflammt. 

Wirksamkeit der Impfung ist umstritten

Bislang gab es nur einen zugelassenen Inaktivatimpfstoff, dessen Wirksamkeit jedoch aufgrund der zur Impfstoffherstellung verwendeten und in Deutschland und Europa nur selten vorkommenden Borrelia-Spezies umstritten ist.

Vor kurzem wurden zwei weitere Inaktivatimpfstoffe zugelassen, für dessen Wirksamkeit jedoch bislang nur wenige Erfahrungen vorliegen.

"Die Borreliose ist eine für Hund und Mensch bedeutende, bakterielle Erkrankung, die durch den Gemeinen Holzbock übertragen wird. Die beste Prophylaxe ist ein zuverlässig wirksamer Zeckenschutz."