Tetanus

Verursacher ist ein bakterielles Exotoxin (Gift)

Tetanus (Wundstarrkrampf)  ist eine schwere und anzeigepflichtige Infektionskrankheit, die durch das von Clostridium (Cl.) tetani gebildete und in die Umwelt abgegebene Gift (Exotoxin) Tetanospasmin hervorgerufen wird. Cl. tetani gelangt meist als Spore über mit  Fäzes, Stallmist oder Erde verunreinigte Wunden in den Körper. Bei Hunden kommt Tetanus jedoch selten vor.

Typisch ist eine Sägebock-Stellung und ein verschlagener Gesichtsausdruck

Die Sporen von Cl. tetani bleiben in der Umwelt über Jahre infektiös. Die Bakterienvermehrung erfolgt lokal, wobei die Bakterien das Gift Tetanospasmin an die Umwelt abgeben. Tetanospasmin bindet sich dann an Nervenzellen und wandert in das Rückenmark ein. Dort verhindert es die Weiterleitung von Reizen. Es kommt zu peripheren Muskelspasmen durch eine Lähmung der Streckmuskeln. Die Tiere zeigen anfänglich Steifheit in der Hinterhand und einen gestelzten und unsicheren Gang. Im Stehen ist die Sägebock-Stellung typisch. Die Tiere verschlucken sich häufig oder würgen ihr Futter wieder hervor. Hierbei besteht die Gefahr des Erstickens. Im Gehirn selbst führt Tetanospasmins zu Spasmen der Gesichtsmuskulatur mit Stirnfaltenbildung. Dadurch bekommen die Tiere häufig einen verschlagenen Gesichtsausdruck.

Tetanusimpfung wird bei Hunden nicht grundsätzlich empfohlen

Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung wird eine vorbeugende Impfung bei Hunden  im Gegensatz zum Menschen nicht grundsätzlich empfohlen. Es gibt jedoch einen für Hunde zugelassenen Impfstoff sowie ein Tetanus-Serum von der Firma Intervet.